Kennt ihr das auch? Man sitzt im Büro und braucht nur mal eben schnell eine Information aus einer alten Mail. Und man findet sie nicht… und findet sie nicht…
Neulich war es mal wieder so weit, ich wollte meinem Vater einen lustigen Link zeigen, den mir jemand per Mail zugesendet hatte. Natürlich dauerte es wieder viel länger als geplant. Da hat er mir von einer neuen Software erzählt, die einer seiner Arbeitskollegen seit Neustem im Büro verwendet:
Lookeen. Es handelt sich um eine Erweiterung für Outlook, mit der man schnell und einfach seine Mails durchsuchen kann. Wie ein kleines Google, nur eben für Outlook. Ich habe mir vor ein paar Wochen die Testversion runtergeladen und war echt positiv überrascht, so dass ich mir das Produkt jetzt gekauft habe. Es ist superleicht zu bedienen, spart Zeit und vor allem Nerven.
Ich weiß gar nicht, wie ich vorher ohne die Software überhaupt klar gekommen bin
Kann Lookeen wirklich jedem empfehlen, der regelmäßigen Mailverkehr hat.
Das mit dem Jingle ist nun zwar schon einige Zeit her, aber ich habe mich noch immer nicht damit abgefunden.
Da ich in letzter Zeit immer wieder mit sanfter Gewalt dazu gezwungen wurde, Filme anzusehen, die ich gar nicht sehen möchte, ist mir besonders aufgefallen, wie dabei diese bedrohlichen oder grusligen Stimmungen erzeugt werden. Manche Szenen wären in den Filmen jener Art, die ich mir ohne externe Beeinflussung nicht “reinziehen” würde, überhaupt nicht unheimlich, wenn der Ton ausgeschalten wäre.
Eine Frau läuft in ihr Badezimmer und zieht den Duschvorhang zur Seite. Ohne diese mörderische Geräuschkulisse wäre es eine ganz normale Szene. Doch die Geräuschkulisse bewirkt, dass ich mir die Bettdecke über mein Gesicht ziehe, obwohl sich hinter dem Vorhang niemand befindet. Und das macht diese Filme so gruselig.
Der Zombie-Film “I am Legend” war schrecklich für mich. Die halbe Nacht habe ich mich vor Zombie-Angriffen gefürchtet. Wäre die Geräuschkulisse nicht so schaurig gewesen, hätte ich es gewagt hinzusehen. Dann hätte ich auch gesehen, dass die Zombies gar nicht so schlimm aussehen. Aber wenn man sich den halben Film die Augen zuhält, macht es die ganze Sache noch viel schlimmer. Ich habe jedem erzählt, wie panisch ich im Kino saß. Erstaunlicherweise konnten einige Freundinnen meine Meinung nicht teilen. Schließlich stellte sich heraus, dass der Film tatsächlich nur so schlimm für mich war, weil ich nicht hingesehen habe. Also sah ich mir den Film ein zweites Mal auf DVD an, ohne auch nur einmal wegzusehen. Und tatsächlich: ich fand ihn überhaupt nicht mehr schlimm.
Worauf ich überhaupt hinaus wollte: mit bestimmten Klängen und Geräuschen verbinden wir bestimmte Gefühle. Die Film- und die Werbeindustrie nutzen Klänge um bestimmte Stimmungen zu erzeugen. Jedem ist bekannt, welche Arten von Klängen verwendet werden können, um Trostlosigkeit, Angst oder Bedrohung darzustellen.
Welche Stimmung will Mercedes also mit seinem Jingle erzeugen?
Vielleicht kann youtube weiterhelfen (das wollte ich euch nicht vorenthalten)…
Durch meine liebe Mitstudentin Christina bin ich auf ein (neues?) Produkt von Haribo aufmerksam geworden. Es handelt sich um Fruchtgummis namens “Sport-Fruits”. Das Interessante daran ist, dass das Produkt eine andere Zielgruppe anspricht. Man muss nur die Verpackung betrachten und schon weiß man, dass diese Fruchtgummis nicht für Kinder, sondern für Erwachsene geschaffen worden sind. Und soweit ich weiß sind sie nur im dm-Markt erhältlich. Komisch ist, dass ”Sport-Fruits” auf der Website von Haribo überhaupt nicht erwähnt werden. Auch sonst lässt sich im Internet nichts über sie finden – jedenfalls nicht auf Deutsch. In Polen ist das Produkt anscheinend wesentlich bekannter. Ist das Produkt für Haribo-Deutschland so uninteressant oder warum wird es nicht besser vertrieben und vermarktet? Christina schmecken sie jedenfalls ziemlich gut. Sie findet es positiv, dass Haribo auch mal eine ältere Zielgruppe anspricht. Da schließe ich mich ihr an…
Von Nivea Soft ist für kurze Zeit eine limitierte Edition erhältlich
- die “I Love Design Edition”. Es handelt sich um drei verschieden gestaltete Nivea Soft Cremedosen mit den Aufschriften: “I love… being in love”, “I love… myself” oder “I love… What I do”. Und die Dosen sehen echt niedlich aus, ich glaub ich muss mir eine zulegen Auf jeder Dose befindet sich ein Code, der auf nivea.de eingelöst werden kann – zum Beispiel für den kostenlosen Download einer der drei I love – Handy-Klingeltöne. Passend dazu kann man E-Cards kreieren und versenden. Ist alles etwas kitschig, aber ganz nett für Mädels U18.
Allerdings musste ich beim Namen der Edition sofort an Pro7 denken. We love – I love, mal wieder recht ähnlich. Naja aber so ist das nun mal, irgendwann gehen jedem die Sprüche aus.
Ganze 11 Jahre meines Lebens habe ich damit verbracht, der französischen Sprache mächtig zu werden. Daher brachte es mich schier aus der Fassung, als mir die aktuelle Werbung von Zott neulich mitteilte, dass der Name ihrer neusten Kühlregal-Kreation aus Joghurt, Mascarpone und Frucht “La Dessert” laute. Das französische Wort “dessert” bedeutet Nachtisch, das sollte jeder wissen. Dass “dessert” allerdings männlich ist, wurde dabei einfach außer Acht gelassen. Viele Menschen wissen vielleicht nicht, welchen Artikel dieses französische Substantiv mit sich trägt, aber es wissen doch genug, die die Namensgebung nicht ohne weiteres akzeptieren können. So geht es beispielsweise mir. In meinem französichgeschulten Gehör klingt es einfach falsch und daher möchte ich es nicht in meinem Kühlschrank haben.
Natürlich wurde Zott bereits auf dieses Thema angesprochen. Julius war so nett, einen sehr aufschlussreichen Antwortbrief der Firma Zott in seinem Blog zu veröffentlichen. Darin bestätigt die Zott-Marketing-Abteilung, dass ”dessert” im Französischen zwar männlich ist, es sich beim “Zott Sahne-Joghurt La Dessert” allerdings um einen Eigennamen handele, der nicht festgelegten Grammatikregeln folgt, sondern der das Produkt näher beschreiben und ein italienisches Lebensgefühl vermitteln soll. Komisch ist nur, dass Nachtisch auf Italienisch “il dessert” heißt.
Was ich außerdem noch loswerden muss: pro 100g satte 151 kcal und 8,9 g Fett. Speedey06 hat einen (meinem Geschmack nach) wunderschönen Erfahrungsbericht über “La Dessert” ins Netz gestellt. Ruhig mal reinschauen!
Da sich bereits mehrere Leute gefragt haben, wie so ein “Don’t call it Schnitzel”-Toastschnitzel wohl schmeckt… Focus-Online hat das Toasty probiert und darüber berichtet. Ich zitiere Focus-Autorin Monika Preuk:
“Wir Testesser stecken zwei Toastys in das Gerät auf oberster Hitze. Nach knapp drei Minuten springen die Quadratschnitzel fertig heraus. Sie riechen neutral, nur leicht nach Fett. Tatsächlich, wie vom Hersteller versprochen, ist kein Fett in den Toaster getropft. Als ich vor dem Hineinbeißen die Panade von einem Teil herunterschabe, kommt eine grau-beige Fleischmasse zum Vorschein. Das Aussehen schneidet also nicht gut ab. Mit mehr oder weniger gebremstem Appetit kosten wir die Schnitzel. Die beiden unter 30-jährigen Tester bewerten seinen Geschmack jedoch recht gut: „Ist lecker und knusprig, ich habe schon schlechtere Schnitzel gegessen“ – ist die einhellige Meinung. Uns Ältere konnte Toasty jedoch nicht überzeugen – trocken und salzig, so unsere Bewertung. Und ganz im Hinterkopf steigt die Assoziation an Stockfisch auf … Wir fragen uns, wie dieses Produkt den „Innovationspreis Taste 2007“ auf der Ernährungsmesse Anuga in Köln letzte Oktober erringen konnte?”
Kann mir einmal jemand verraten, warum Vanish immer nur nervige Werbungen produziert? Im aktuellen Spot werden zwei Kinder gezeigt, die im Garten ein T-Shirt vollsiffen, damit ihre Mutter es auf keinen Fall wieder sauber bekommt. Schon einmal sehr sympathisch, diese Kinder. Der Mami, die bestimmt sowieso bereits gestresst ist, zusätzlich unnötige Arbeit machen und böswillig Kleidung zerstören.
Doch plötzlich springt wie auch bei anderen Vanish-Werbungen diese grellpinke Frau mit Vanish Oxi Action ins Bild. Niemand wundert sich, wo sie auf einmal herkommt und ich erschrecke mich jedes Mal. Und dann geht sie mir grellpink laut-quatschend auf die Nerven. Ich will sie nicht mehr sehen, sie zerstört meine Vorstellungen eines idyllischen und friedlichen Familienlebens!
Vanish widerstößt damit brutal gegen den 5.Leitsatz des Karlsruher Manifests zur Fairen Kommunikation (an dessen Erstellung ich nebenbei erwähnt beteiligt war) “Ich nerve nicht und dränge nichts auf”
Letzte Kommentare