Knusprige Tradition, die sich was traut

Jeder kennt sie. Die orangefarbene Verpackung mit dem Retrojungen vorne drauf, dessen Milchzähne uns anlächeln. Oben drüber der geschwungene, weiße Schriftzug: Brandt. Das Markenzwieback-Traditionshaus weiß, wie man Marken führt: nämlich langsam. Evolution statt Revolution. Deshalb wurde in den letzten Jahrzehnten an der Verpackung auch kaum etwas verändert. Kontinuität schafft Vertrauen. Wir können sicher sein, dass sich in dieser immer gleichen Verpackung der immer gleiche Inhalt befindet: knusprig, krümelig, süßlich.

Ein Leben lang begleitet uns dieses doppelt gebackene Weißbrot durch grippale Infekte und Magenverstimmungen, und wird daher auch gerne in Kamillentee getunkt, nachdem es uns durch fürsorgliche Hände überreicht wurde. Brandt steht aber nicht nur für Geborgenheit und Wärme, sondern auch für den kleinen Snack zwischendurch. Entweder, weil nichts anderes im Haus ist (wir alle kennen folgende Situation: gähnende Leere im Küchenschrank, doch ganz hinten im Eck noch eine halb angefressene Packung Zwieback, die nie schlecht wird), oder weil keine Zeit ist, sich ein Brot zu schmieren. Und so landet der gute alte Zwieback im Auto, in der Sporttasche oder in der Vesperbox – gerne auch mit Kokos oder Schokoladenüberzug.

Genau so eine Alltagsszene wird in der aktuellen TV-Werbung dargestellt. Zwieback ist eben kein Red Bull für außergewöhnliche geistige oder körperliche Glanzleistungen, sondern etwas ganz Normales. In morgendlicher Eile steigt also ein Mann in sein Auto und findet eine Packung Frühstückszwieback auf dem Beifahrersitz. Dass er seine Kaffeetasse auf dem Dach des Wagens stehen lässt, ist mir erst aufgefallen, nachdem ich das Video zum dritten Mal angesehen hatte. Doch das Überraschende kommt erst zum Schluss: das Traditionshaus passt sich mit einem neuartigen und sympathischen Augenzwinkern dem Zeitgeist an. Seht selbst, I like!

Be diverse!

Soft Skills wie etwa kommunikative Kompetenzen, Einfühlungsvermögen und Teamfähigkeit sind längst selbstverständliche Schlüsselqualifikationen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Zeit ist vorbei, in der man sich nur durch Leistung differenziert. Talentmanagement ist eines der aktuellen Stichwörter. Unternehmen werden in der Zukunft mehr den je gefordert sein ihre Personalplanung zu modernisieren und anzupassen.

In einer Umfrage des F.A.Z.-Instituts für Management im Sommer 2013 wurden knapp 230 Geschäftsführer deutscher Unternehmen zum Thema Talentmanagement befragt. Ganze 88% der Beteiligten sehen Talentmanagement als zu beachtendes Thema und 45% halten es für sehr wichtig. Nicht zuletzt ist der demografische Wandel schuld daran, dass sich mehr Gedanken um die strategische Personalplanung gemacht werden. Man vermutet sogar, dass manche Unternehmen, die sich nicht frühzeitig um die jüngere Personalgeneration kümmern, irgendwann Probleme bezüglich einer ausgewogenen Altersstruktur haben werden. Einige Unternehmen orientieren sich an dem „Bundesliga-Modell“. Dieses Modell steht für „weniger externe Zukäufe [...] und mehr Förderung des eigenen Nachwuchskaders“ (Auszug aus der Studie “Managementkompass Demographiemanagement” von Steria Mummert Consulting). Um es direkter auszudrücken: man schleift sich besser seine eigenen Diamanten, bevor man zu einem fremden Juwelier geht.

Schon mal von Diversity Management gehört? Dieses Konzept toleriert nicht nur die individuellen Merkmale des einzelnen Mitarbeiters, sondern nutzt diese im positiven Sinne für den eigenen Unternehmenserfolg. Es geht hierbei eher um ein ganzheitliches Personalkonzept als um eine reine Maßnahme – natürlich zum Nutzen aller. Die Wurzeln dieses Grundgedanken liegen in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Das Konzept sollte nicht nur  ein diskriminierungsfreies sondern auch ein vielfältiges und kreatives Arbeitsumfeld schaffen. So plant der Softwarekonzern SAP zum Beispiel in den kommenden Jahren einige Autisten auszubilden und somit in Arbeitsabläufe des Alltags zu integrieren. Der Konzern sucht Menschen „die anders denken“ und ist auch gewillt, diesen ein gerechtes Umfeld zur Verfügung zu stellen.

Ein Einheitsrezept für dieses vielversprechende Konzept gibt es nicht, da jedes Unternehmen inklusive der Mitarbeiter natürlich verschieden ist. Manche Mitarbeiter stärkt man bereits mit den bekannten Work-Life-Balance Angeboten wie einem Yoga-Kurs, andere wachsen besser im Rahmen eines Firmennetzwerks (z.B. für alleinerziehende Mütter) beruflich über sich hinaus. Eine schnell umzusetzende (und kostengünstige) Idee sind regelmäßige Mitarbeitergespräche. Manchmal tut bereits eine häufigere Rückmeldung zur eigenen Leistung gut. Nicht alle Arbeitnehmer haben oder nutzen in ihrem Privatleben die Möglichkeit ihre eigene Vielfältigkeit zu kitzeln. Unternehmen sind in der Lage das bereits ohne großen Aufwand zu tun.

Jeder Arbeitgeber holt seinen Mitarbeiter an einer anderen Stelle ab und ist Wegbegleiter seiner eigenen Unternehmensentwicklung und der Entwicklung eines zufriedeneren und leistungsfähigeren Mitarbeiters. Das Gefühl, sich auf seinen Arbeitsplatz zu freuen, macht das Herz morgens doch ein Stück leichter. Einstein meinte: „Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung“. Es macht (wie bei so vielem) die Mischung, und das ist wortwörtlich die halbe Miete.

Verfasst von Gastautorin Kati

Weiblich, jung, blond sucht… Finanzkunden!

Sales ist kein leichter Job. Schon gar nicht in der so komplexen Finanzbranche. Und insbesondere nicht als Frau.

Investmentmessen. Hier sind Männer quasi unter sich: der Anteil beträgt gut 90 %. Der Anzug der Vertriebsmitarbeiterin, die den Anlass nutzt, um neue Geschäftskontakte zu knüpfen, sitzt geschlossen. Ins Gespräch kommt sie leicht. Die Unternehmensleistungen werden vorgestellt, Interesse ist vorhanden, und es werden Visitenkarten ausgetauscht. Smalltalk und Verabschiedung. Man wünscht sich gegenseitig viel Erfolg für den Messetag.

Kaffeepause. Ein älterer Herr gesellt sich hinzu und erkundigt sich nach dem Grund ihres Messebesuchs. Das Unternehmen wird vorgestellt und der Herr verkündet, er kenne einen anderen Herrn, bei dem sie sich mal melden solle. Er wäre gerade auf der Suche nach jemandem wie ihr. Visitenkartenaustausch, und er möchte wissen, ob sie am Abend die Messegala besuchen werde. Ja, das wird sie. Er würde sich freuen, sie später gegebenenfalls wieder zu sehen.

Auf dem Weg entlang der Messestände stellt sich ein junger Mann in ihren Weg. Er fragt, ob er ihr helfen kann. Sie hätte alleine auf der Messe so verloren gewirkt. Ja das kann er. Sie ist auf der Suche nach Frau Burkhardt. Schade, sie ist nicht vor Ort. Er hätte ihr wirklich gerne geholfen.

Ähnliche Szenen wiederholen sich. Während sich die Messe dem Ende neigt, wird die Atmosphäre entspannter. Mann befindet sich geistig bereits beim ersten Bier, Frau befindet sich geistig bereits in Ballerinas.

Alkohol fließt, die Stimmung ist gelassen und die Anzahl der Kontakte steigt exponentiell. Doch wie wertvoll sind diese Kontakte? Handelt es sich um potenzielle Kunden, oder liegt das Interesse ganz woanders? Gerade als junge Frau besteht die Gefahr, nicht ernst genommen zu werden. Hier haben es Männer im Vertrieb (mal davon ausgegangen, es handelt sich um ein heterosexuelles Umfeld) eindeutig leichter.

Dabei sind Frauen aufgrund ihrer Kommunikationsstärke und Kundenorientierung gerade in Vertrieb und Beziehungsmanagement alles andere als Fehl am Platz. Sie gehen weniger aggressiv vor, sind höflicher, stellen mehr Fragen, unterbrechen weniger und lächeln häufiger. Eine Vorgehensweise, die Personen, die einen knallharten Verkäufer gewohnt sind, positiv überrascht und als angenehm empfunden wird. Da eine gewisse Härte bei vielen Kaufentscheidungen ebenso benötigt wird, sind gemischte Vertriebsteams ideal.

Ist eine Vertrieblerin alleine auf Tour, sollte sie Gespräche gelassen angehen. Mit Spaß, Humor und einer gewissen Coolness. Und der eine oder andere Kommentar, der im Geschäftsleben eigentlich nichts zu suchen hat, lässt sich ganz gewiss als Kompliment auffassen.

brandtec_sales

WM 2014 – But first, let me take a Selfie!

Generation Facebook, Twitter oder Whatsapp. Bei dieser WM wurde mir immer wieder bewusst, wie stark der Einfluss von Social Media heutzutage ist.

Während des Finales zwischen Deutschland und Argentinien waren allein auf Facebook 88 Millionen Menschen aktiv, insgesamt wurden 280 Millionen Facebook Interaktionen verzeichnet. Über die gesamte WM gemessen ergab sich die enorme Summe von 350 Millionen Usern, die an Unterhaltungen und Diskussionen über die WM teilgenommen haben. Dadurch entstanden 3 Milliarden Interaktionen im Zeitraum vom 12.06-13.07. (Quelle)

Im ersten Moment machten mich diese Zahlen stutzig, bis ich selbst reflektierte und feststellen musste, dass auch ich nach fast jedem Spiel Bilder und Beiträge kommentiert habe, Posts „geliked“, und vor allem – selbst ein Bild gepostet habe, auf welchem ich mit einigen Freundinnen wie selbstverständlich im Deutschlandtrikot posiere. Auch jedes Tor gegen Brasilien habe ich fleißig kommentiert.

Doch es war nicht nur auf Facebook so, auch andere Plattformen wie beispielsweise Twitter hatten während dieser WM jede Menge zu tun. Ob Poldi, der mit unserer Kanzlerin ein Selfie postet, oder Sami Khedira mit seinem Gruppenbild der politischen Spitze Deutschlands. Twitter verzeichnete 35,6 Millionen Tweets während des Spiels Brasilien gegen Deutschland, was natürlich auch stark mit dem überragendem Sieg von 1:7 zusammen hing. Zahlenmäßig kurz dahinter folgt das Endspiel: 32 Millionen Tweets während des gesamten Finales, und davon unglaubliche 618.725 innerhalb der ersten Minute nach Abpfiff. (Quelle)

Es ist nicht nur die jüngere Generation, die ständig mit und von Social Media umgeben ist, es zieht sich inzwischen durch jede Altersgruppe! Ob Schüler, Student, Fußballprofi, unsere Kanzlerin, oder auch meine eigene Großmutter, welche leidenschaftlich über Whatsapp kommuniziert – Social Media spielt eine enorm wichtige und große Rolle, und das auf der ganzen Welt.

Wohin dieser Weg noch führt, wird sich zeigen. Bei dieser WM hat es jedenfalls für jede Menge Spaß, Austausch und vor allem für das so wichtige „Vier-Gefühl“ gesorgt.

In diesem Sinne: mia san Weltmeister!

brandtec_kommunikation_wm2014_social_mediaVerfasst von Gastautorin Claire

Sketchnotes als Kommunikationswerkzeug in Meetings?

Das gelbe Quadrat mit Klebestreifen, wer kennt es nicht! Ich jedenfalls bin süchtig nach einer knackigen, liebevollen, erinnernden analogen Notiz, um für einen kurzen Moment aus der digitalen Welt auszubrechen. Wenn wir mal ehrlich sind, freut sich doch jeder über eine handgeschriebene Nachricht, sofern diese nicht darauf hinweist, dass die Kaffeemaschine kaputt ist. Ein Smiley oder vielleicht ein Herz auf Papier (mein Markenzeichen auf analogen Notizen) hat meiner Meinung nach ein bisschen mehr Charme als das „Endprodukt“ einer Tastaturkombination.

Punktladung! Es geht um Notizen, besser gesagt um Sketchnotes.

Auf der diesjährigen re:publica-Veranstaltung bin ich in den Genuss gekommen, in die Welt der Sketchnotes einzutauchen. Herrlich! Für Sketchnotes braucht man Ideen, und die hat wohl jeder von uns. Mal sind sie schlechter, mal besser, aber jede Einzelne lässt sich visualisieren. Das Wort „Visualisierung“ ist gerade in unserer Agentur ein großes Thema.
Unseren Kreativköpfen gelingt es täglich aus theoretischen Gedanken starke und praktische Marken zu entwickeln und zu visualisieren. Aus Randnotizen der Meetings und Briefings entsteht Riesiges. Sketchnotes sind mehr als eine Mitschrift, sie stellen unsere Ideen von Anfang an „bildlich“ dar und unterstützen sie strukturell.

Das Skizzieren unserer Ideen oder vielleicht die des Kunden dient nicht nur unserer Erinnerung, sondern auch der weiteren Ideenfindung. Die Symbiose von Bild und Text funktioniert einfach. Wichtig ist, dass diese Sketchnotes zeitgleich zum jeweiligen Vortrag oder Workshop entstehen. Somit stellen sie dann auch wirklich eine bildliche „Momentaufnahme“ dar. Kunden erfreuen sich nach einem gemeinsamen Meeting über ein Abbild dieser Visualisierungen. Intelligente Bilder funktionieren schließlich wie ein Anker und die eigenen Aufschriebe sind in den seltensten Fällen kundentauglich.

Gerne stelle ich sowohl Anna Lena Schiller als auch Britta Ullrich vor. Sie halten spannende und innovative Inhalte während Podiumsdiskussionen, Workshops oder Präsentationen fest. Ich habe erfahren, dass „Live-Content“ in Meetings wirklich wirkt. Auch die Comdirect Bank bedient sich dieses Tools: der re:publica-Auftritt (Anlass: comdirect Finanzblog Award 2014) der in Hamburg ansässigen Bank wurde durch einen „Visual Recorder“ begleitet.

Fazit: das Thema „Visual Thinking“ ist spritzig & macht Spaß. Wer sich mal (heimlich) mit dem Thema vertraut machen möchte, dem empfehle ich das Buch „The Sketchnote Handbook“ von Mike Rohde oder einen Workshop bei Frau Hölle.

sketchnotes_brandtecVerfasst von Gastautorin Kati

Vertrauen in der Finanz- und Investmentbranche

Die Reputation der Branche leidet nicht erst seit heute. Durch Verluste und negative Schlagzeilen wird das Vertrauen immer weiter gebrochen. Kaum einer Branche wird weniger Vertrauen geschenkt.

Viele Marktteilnehmer leben allerdings vom Faktor Vertrauen, da die angebotenen Produkte und Services sowie ihr Umfeld zu komplex für eine reale Kontrolle durch den Kunden sind. Durch gezielte Kommunikation und die Entwicklung einer starken Marke lässt sich Vertrauen aufbauen.

Zunächst müssen wir erfahren, unter welchen Voraussetzungen Vertrauen geschenkt wird. Die Kompetenz ist einer der wichtigsten Punkte. Die Erwartung, dass unser Kooperationspartner in seinem Bereich wirklich kompetent ist. Ebenso die Erwartung, dass er keine versteckten oder für seinen Partner gefährlichen Strategien betreibt. Eine offene und regelmäßige Kommunikation sowie eine enge Zusammenarbeit sind grundlegend. Des Weiteren sollte sich der Vertrauende mit den Werten, Zielen und Bedürfnissen des Partners identifizieren können. Auch Sympathie spielt hierbei eine Rolle.

Teilnehmer der Finanz- und Investmentbranche sollten den Kunden in seiner Bedeutung vor den eigenen Ertrag stellen und verantwortlich handeln, wenn es um Probleme oder Krisen geht. Auf Kundenbedarf und Feedback hören sowie ethischen Geschäftspraktiken nachgehen.

Wir vertrauen auch auf Empfehlung. An erster Stelle stehen Empfehlungen aus dem engeren Kreise, wie Familie oder Freunde. An zweiter Stelle folgen bereits im Internet gepostete Konsumentenmeinungen. Der Impact von Social Media sollte von daher auch in dieser Branche keinesfalls unterschätzt werden! Erst im Anschluss folgen redaktionelle Inhalte, Werbung und abonnierte Newsletter.

In Zukunft werden Marke und Reputation für Unternehmen der Finanz- und Investmentbranche zum wichtigsten Differenzierungsmerkmal. Denn Marken wird eher Vertrauen geschenkt als unbekannten Gesichtern. Der Erwerb von Markenprodukten oder die Inanspruchnahme von Dienstleistungen eines namenhaften Unternehmens reduziert nämlich das Risiko: „Eine Marke enttäuscht mich nicht, sonst würde sie auch tausende andere Menschen enttäuschen und somit schnell scheitern.“

Zudem sind Marken mit Gefühlen aufgeladen und lassen sich aus diesem Grund besser im Hirn absichern: die Speicherung der Information in der emotionalen sowie der rationalen Hirnhälfte sorgen für einen höheren Erinnerungswert und eine stärkere Abgrenzung zum Wettbewerb.

Also: ran an die Marke, nachhaltig kommunizieren, Vertrauen aufbauen, und Kunden zufrieden machen. Denn nur so bleibt der Kunde auch Kunde.

Do you trust me

Das mit der Ernährung…

Trennkost, Rohkost, Low-Carb, Low-Fat, Kohlsuppen oder Atkins Diät. Was gibt es nicht alles für Diäten und Esstaktiken, um den BMI aus den roten Zahlen zu bringen!

Die selbsternannten Koryphäen in diesem Gebiet bieten die verschiedensten Ansätze. Es soll auch Menschen geben, die die meisten davon schon versucht haben. Besonders Frauen verfallen recht häufig dem „Diätwahn“. Ich habe teilweise den Eindruck, einige meiner Freundinnen sind seit Jahren auf Dauer-Diät. So ganz werde ich diese Ernährungsgeschichte (als Mann) wohl nie nachvollziehen können.

Bis vor einigen Jahren war ich noch großer Verfechter der Theorie, man könne sein Gewicht reduzieren, indem man einfach weniger esse. Nach gründlicher Auseinandersetzung mit dem Thema und einigen Gesprächen über Fettsäuren, Kohlenhydrate, Öle und Zuckerketten habe ich nun verstanden, dass die „Diätwissenschaften“ ein hoch komplexes Gebiet darstellen und ein jahrelanges Studium erfordern. So kommt es dann auch, dass es keine gültige Musterlösung gibt, um erfolgreich abzunehmen. Vielen Leuten scheint Ernährung sogar ein so diffiziles Thema zu sein, dass sie andere Leute monatlich bezahlen, damit diese Ihnen sagen, was sie essen sollen.

Für die komplett Überforderten rechnet eine Glaubensgemeinschaft dann auch noch jede Mahlzeit in ein unkompliziertes Punktesystem um, und wem das immer noch zu schwer ist, der kann sogar für noch mehr Geld in die garantiert punktgeprüften Schmankerl im Nahrungskonsumhaus seines Vertrauens erwerben. Denn wie lautet ein altes chinesisches Sprichwort: „Wer abnehmen will, der muss gefrorene Fertiggerichte essen“.

Aber mal ernsthaft, es wird Zeit diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen, denn wer wirklich dauerhaft abnehmen und gesund leben will, der kommt nicht weiter, indem er sich einer, im besten Fall „Interessengemeinschaft“ anschließt oder Wochen lang Kohlsuppe löffelt. Denn was passiert, wenn das Ziel erreicht und die Gewohnheiten wieder umgestellt werden? Wer immer wieder Diäten beginnt und nach dem Abnehmen wieder weiter macht wie zuvor, darf sich über den bekannten „Jo-Jo-Effekt“ nicht wundern.

Eine Diät kann höchstens als kurzfristige Optimierung gesehen werden, anhaltenden Erfolg kann nur Sport und eine Änderung der Essgewohnheiten bringen, und zwar eine, die auch dauerhaft realisierbar ist. Das bedeutet geregelte Mahlzeiten, Wasser anstatt Cola oder Saft, mehr Gemüse, zumindest in der direkten Diätphase keine „Snacks“ und Süßigkeiten zwischendurch, und vielleicht sollte man einfach mal die zweite Portion oder den Nachschlag weglassen. In den meisten Fällen wirkt das doch Wunder!

DetoxVerfasst von Gastautor Markus